Ruhestandsplaner
Planen Sie Ihren Ruhestand: Vergleichen Sie Altersvorsorgedepot, privaten ETF-Sparplan und die smarte Mischstrategie. Mit Coast FIRE, gesetzlicher Rente und Bestandsdepot - alles in heutiger Kaufkraft.
100% Privat: Alle Berechnungen erfolgen lokal im Browser. Ihre Daten verlassen niemals Ihr Gerät.
Basisdaten
Kinder
Keine Kinder hinzugefügt. Kinderzulagen (bis 300 €/Kind/Jahr) erhöhen den Vorteil des Altersvorsorgedepots.
Depotkosten (TER)
Nur ETF (Privat)
Komplettverzehr (18 J.)
1.399 €/Mo
Ewige Rente (4,3% p.a.)
745 €/Mo
Höchste Ewige RenteVererbbar
211.361 €
Nur Altersvorsorgedepot
Komplettverzehr (18 J.)
1.335 €/Mo
Ewige Rente (3,9% p.a.)
665 €/Mo
Vererbbar
243.323 €
-15.314 € Rückforderung
Mischstrategie
Komplettverzehr (18 J.)
1.446 €/Mo
Höchste AuszahlungEwige Rente (3,9% p.a.)
721 €/Mo
Vererbbar
269.703 €
-11.948 € Rückforderung
Höchstes ErbeEingezahlt gesamt
133.200 €
Beste Strategie, inkl. Bestandsdepot. Netto = nach Steuern & Inflation.
Steuererstattung gesamt
7.733 €
≈ 209 €/Jahr über 37 Jahre
Kumuliert über den aktiven AV-Depot-Zeitraum. Das Finanzamt erstattet jährlich die Differenz aus Steuerersparnis und Zulagen (Günstigerprüfung).
Strategievergleich
Schattierung = Sensitivitätsband bei ±1 Prozentpunkt Renditeabweichung
Hinweis: Diese Berechnungen basieren auf vereinfachten Annahmen und dienen ausschließlich zu Informationszwecken. Die tatsächliche Entwicklung kann abweichen. Steuerliche Berechnung ist approximiert (vereinfachte Grenzsteuersatz-Schätzung).
⚠️ Crash-Puffer in der Entnahmephase: Die 5-ETF-Strategie beinhaltet einen Anleihen-/Tagesgeld-Puffer, um in Börsencrashs keine Aktien verkaufen zu müssen. Ob das Altersvorsorgedepot eine vergleichbar flexible Asset-Allocation zulässt, hängt vom Anbieter ab. Beim Auszahlungsplan (bis 85 J.) könnte der Anbieter Verkäufe zu ungünstigen Zeitpunkten erzwingen. Dies ist ein struktureller Vorteil des privaten ETF-Depots.
🏥 Frührentner & Krankenversicherung: Wer vor 67 Jahren in Rente geht und keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat, muss sich freiwillig gesetzlich versichern (KV + Pflegeversicherung). Mindestens ~270 €/Mo (2026) sind dafür einzuplanen - bei höheren Kapitalerträgen auch mehr, da ETF-Entnahmen beitragspflichtig sind. Ab 67 greift ggf. die günstigere KVdR (Krankenversicherung der Rentner).
🏢 Was ist mit bAV (betriebliche Altersvorsorge)? Dieser Rechner bildet die bAV bewusst nicht ab. bAV-Produkte sind Versicherungsmäntel - kein Sondervermögen, kein Insolvenzschutz. Die Kostenstruktur ist intransparent und fast immer deutlich höher als bei ETFs. Ein Arbeitgeberzuschuss von ~25 %, wie in Deutschland üblich, kompensiert diese Nachteile selten. Erst ab ~100 % Arbeitgeber-Match kann eine bAV rechnerisch sinnvoll sein. Im Zweifel: eigenes ETF-Depot bevorzugen.
Strategieoptionen
Günstigerprüfung-Cashback automatisch in den privaten ETF.
Experten-Annahmen
So berechnen wir die Ergebnisse
Transparenz ist uns wichtig. Im Folgenden erklären wir die Formeln und Annahmen hinter jeder Strategie, damit Sie unsere Berechnungen nachvollziehen können.
Altersvorsorgedepot
- Ansparphase: Eigenbeitrag + Zulagen wachsen steuerfrei zum Bruttozins abzüglich TER.
- Grundzulage: 50 % auf die ersten 360 € + 25 % auf 360-1.800 € = max. 540 €/Jahr.
- Kinderzulage: 1:1-Match bis 300 €/Kind/Jahr, solange Kindergeld bezogen wird.
- Startbonus: Einmalig 200 € für Sparer unter 25 Jahren.
- Auszahlung (EET): 100 % des gesamten Auszahlungsbetrags (inkl. Eigenbeiträge) wird mit dem geschätzten Rentensteuersatz besteuert (Grenzsteuersatz - 5 Prozentpunkte). Keine Teilfreistellung.
Privater ETF-Sparplan
- Vorabpauschale: Jährlich wird ein fiktiver Ertrag (Basiszins × 0,7 × Depotwert) berechnet. Davon sind 30 % durch die Teilfreistellung steuerfrei. Der verbleibende Betrag wird um den Sparerpauschbetrag (1.000 €) reduziert, bevor die Abgeltungssteuer (26,375 %) greift.
- Wachstum: Monatliche Sparrate wächst mit der gewählten Rendite abzüglich TER und abzüglich der jährlichen Vorabpauschale.
- Exit-Steuer: Bei Entnahme werden nur die Gewinne besteuert - davon sind 30 % durch die Teilfreistellung steuerfrei (effektiv ~18,5 % auf Gewinne). Bereits gezahlte Vorabpauschale wird vollständig angerechnet (keine Doppelbesteuerung).
Mischstrategie
- Smart Routing: Die monatliche Sparrate wird aufgeteilt: ein Teil geht in das Altersvorsorgedepot (bis 150 €/Monat für volle Zulagen), der Rest in den privaten ETF.
- Günstigerprüfung: Der volle Eigenbeitrag plus Zulagen (max. 3.000 €) wird als Sonderausgaben angesetzt. Übersteigt die Steuerersparnis (Sonderausgabenabzug × Grenzsteuersatz) die Zulagen, wird die Differenz bar erstattet. Optional: automatisch in den ETF reinvestiert.
- Auto-Stop: Optional: AV-Depot-Beiträge enden, sobald das letzte Kind kein Kindergeld mehr bekommt. Volle Sparrate fließt dann in den ETF.
Gemeinsame Annahmen
Die gesetzliche Rente wird mit dem persönlichen Einkommensteuersatz im Ruhestand besteuert (ab 2058: 100 % Besteuerungsanteil). Rentenanpassungen gleichen die Inflation teilweise aus, daher wird kein zusätzlicher Inflationsabschlag angewendet.
Der Sparerpauschbetrag wird nur auf die Vorabpauschale der neuen Sparrate angerechnet, nicht auf das bestehende Depot. In der Realität teilt sich der Freibetrag auf beide Depots auf. Das Bestandsdepot wird dadurch minimal konservativ (leicht höher) besteuert.