Ruhestandsplaner
Planen Sie Ihren Ruhestand: Vergleichen Sie Altersvorsorgedepot, privaten ETF-Sparplan und die smarte Mischstrategie. Mit Coast FIRE, gesetzlicher Rente und Bestandsdepot - alles in heutiger Kaufkraft.
100% Privat: Alle Berechnungen erfolgen lokal im Browser. Ihre Daten verlassen niemals Ihr Gerät.
Basisdaten
Kinder
Keine Kinder hinzugefügt. Kinderzulagen (bis 300 €/Kind/Jahr) erhöhen den Vorteil des Altersvorsorgedepots. Auch erwachsene Kinder können für den Elternstatus in der Pflegeversicherung eingetragen werden.
Depotkosten (TER)
Nur ETF (Privat)
Komplettverzehr (Median, 18 J.)
1.002 €/Mo
Nachhaltige Entnahme (4,3 % p.a.)
480 €/Mo
Vererbbar
211.122 €
Nur Altersvorsorgedepot
Komplettverzehr (Median, 18 J.)
900 €/Mo
Nachhaltige Entnahme (4,1 % p.a.)
438 €/Mo
Vererbbar
246.689 €
-11.948 € Rückforderung
Mischstrategie
Komplettverzehr (Median, 18 J.)
1.014 €/Mo
Höchste AuszahlungNachhaltige Entnahme (4,1 % p.a.)
497 €/Mo
Höchste nachhaltige EntnahmeVererbbar
269.542 €
-11.948 € Rückforderung
Höchstes ErbeEingezahlt gesamt
133.200 €
Beste Strategie, inkl. Bestandsdepot. Netto = nach Steuern & Inflation.
Steuererstattung gesamt
7.733 €
≈ 209 €/Jahr über 37 Jahre
Kumuliert über den aktiven AV-Depot-Zeitraum. Das Finanzamt erstattet jährlich die Differenz aus Steuerersparnis und Zulagen (Günstigerprüfung).
Alle Werte in heutiger Kaufkraft, nach Steuern. GKV/PV-Beiträge sind bereits abgezogen (278-321 €/Mo je nach Strategie und Entnahmeart). Komplettverzehr: Kapital planmäßig bei Lebenserwartung aufgebraucht (Median-Szenario, ≈ 50 % Erfolgswahrscheinlichkeit). Nachhaltige Entnahme: Zielniveau ~90 % Erfolgswahrscheinlichkeit über 18 Jahre (analytische Näherung, kalibriert gegen Monte-Carlo-Simulation).
Strategievergleich
Schattierung = Sensitivitätsband bei ±1 Prozentpunkt Renditeabweichung
Hinweis: Diese Berechnungen basieren auf vereinfachten Annahmen und dienen ausschließlich zu Informationszwecken. Die tatsächliche Entwicklung kann abweichen. Steuerliche Berechnung ist approximiert (vereinfachte Grenzsteuersatz-Schätzung).
⚠️ Sicherheitsabschlag übersteigt das erwartete Wachstum: Im Mittel wächst das Kapital unter diesen Annahmen real weiter (Median ≈ +3,2 % p.a.). Damit die Entnahme aber in 90 % der Verläufe über 18 Jahre durchhält, muss sie auch schlechte Renditereihenfolgen früher Jahre überstehen — nach diesem Abschlag liegt die Planungsrendite unter null. Die nachhaltige Entnahme liegt deshalb bewusst unter dem gleichmäßigen Verzehr von 5,6 % pro Jahr.
⚠️ Crash-Puffer in der Entnahmephase: Die 5-ETF-Strategie beinhaltet einen Anleihen-/Tagesgeld-Puffer, um in Börsencrashs keine Aktien verkaufen zu müssen. Ob das Altersvorsorgedepot eine vergleichbar flexible Asset-Allocation zulässt, hängt vom Anbieter ab. Beim Auszahlungsplan (bis 85 J.) könnte der Anbieter Verkäufe zu ungünstigen Zeitpunkten erzwingen. Dies ist ein struktureller Vorteil des privaten ETF-Depots.
🏥 Krankenversicherung ist eingerechnet: Bei Status „freiwillig GKV" wird die volle Auszahlung aus dem Altersvorsorgedepot berücksichtigt. Beim privaten ETF zählt nur der enthaltene Gewinnanteil (hier 76 %). Rente, AV-Auszahlung und ETF-Ertrag werden einmal gemeinsam gegen Mindestbemessungsgrundlage und Beitragsbemessungsgrenze gerechnet. Inkl. 0,6 % Kinderlosenzuschlag zur Pflegeversicherung. Ein Wechsel in die KVdR setzt Rentenantrag und die 9/10-Vorversicherungsregel voraus — er passiert nicht automatisch mit 67.
Beitragssätze Stand 2026: gesetzliche Rente 14,6 % GKV, sonstige Einnahmen 14,0 % ermäßigt, jeweils plus Ø 2,9 % Zusatzbeitrag und PV 3,6 % + 0,6 % kinderlos. Elternstatus wird aus mindestens einem eingetragenen Kind abgeleitet. Abschläge ab dem zweiten Kind unter 25 werden nicht modelliert.
🏢 Was ist mit bAV (betriebliche Altersvorsorge)? Dieser Rechner bildet die bAV bewusst nicht ab. bAV-Produkte sind Versicherungsmäntel - kein Sondervermögen, kein Insolvenzschutz. Die Kostenstruktur ist intransparent und fast immer deutlich höher als bei ETFs. Ein Arbeitgeberzuschuss von ~25 %, wie in Deutschland üblich, kompensiert diese Nachteile selten. Erst ab ~100 % Arbeitgeber-Match kann eine bAV rechnerisch sinnvoll sein. Im Zweifel: eigenes ETF-Depot bevorzugen.
Strategieoptionen
Günstigerprüfung-Cashback automatisch in den privaten ETF.
Experten-Annahmen
Erfolgswahrscheinlichkeit der Entnahme
Mehr Sicherheit bedeutet eine niedrigere nachhaltige Entnahme.
Krankenversicherung im Ruhestand
Freiwillig Versicherte zahlen GKV/PV auf Kapitalerträge. Kein automatischer KVdR-Wechsel mit 67 — der Status ist Ihre Eingabe.
Wird automatisch berechnet: Jede Entnahme besteht aus eingezahltem Geld, das zurückfließt, und Kursgewinnen — nur die Gewinne sind KV/PV-beitragspflichtig. Der Anteil ergibt sich aus Endkapital abzüglich Einzahlungen (inkl. Einstandswert des Bestandsdepots), je Strategie.
So berechnen wir die Ergebnisse
Transparenz ist uns wichtig. Im Folgenden erklären wir die Formeln und Annahmen hinter jeder Strategie, damit Sie unsere Berechnungen nachvollziehen können.
Altersvorsorgedepot
- Ansparphase: Eigenbeitrag + Zulagen wachsen steuerfrei zum Bruttozins abzüglich TER.
- Grundzulage: 50 % auf die ersten 360 € + 25 % auf 360-1.800 € = max. 540 €/Jahr.
- Kinderzulage: 1:1-Match bis 300 €/Kind/Jahr, solange Kindergeld bezogen wird.
- Startbonus: Einmalig 200 € für Sparer unter 25 Jahren.
- Auszahlung (EET): 100 % des gesamten Auszahlungsbetrags (inkl. Eigenbeiträge) wird mit dem geschätzten Rentensteuersatz besteuert (Grenzsteuersatz - 5 Prozentpunkte). Keine Teilfreistellung.
Privater ETF-Sparplan
- Vorabpauschale: Jährlich wird ein fiktiver Ertrag (Basiszins × 0,7 × Depotwert) berechnet. Davon sind 30 % durch die Teilfreistellung steuerfrei. Der verbleibende Betrag wird um den Sparerpauschbetrag (1.000 €) reduziert, bevor die Abgeltungssteuer (26,375 %) greift.
- Wachstum: Monatliche Sparrate wächst mit der gewählten Rendite abzüglich TER und abzüglich der jährlichen Vorabpauschale.
- Exit-Steuer: Bei Entnahme werden nur die Gewinne besteuert - davon sind 30 % durch die Teilfreistellung steuerfrei (effektiv ~18,5 % auf Gewinne). Bereits gezahlte Vorabpauschale wird vollständig angerechnet (keine Doppelbesteuerung).
Mischstrategie
- Smart Routing: Die monatliche Sparrate wird aufgeteilt: ein Teil geht in das Altersvorsorgedepot (bis 150 €/Monat für volle Zulagen), der Rest in den privaten ETF.
- Günstigerprüfung: Der volle Eigenbeitrag plus Zulagen (max. 1.800 € + Zulageanspruch) wird als Sonderausgaben angesetzt. Übersteigt die Steuerersparnis (Sonderausgabenabzug × Grenzsteuersatz) die Zulagen, wird die Differenz bar erstattet. Optional: automatisch in den ETF reinvestiert.
- Auto-Stop: Optional: AV-Depot-Beiträge enden, sobald das letzte Kind kein Kindergeld mehr bekommt. Volle Sparrate fließt dann in den ETF.
Gemeinsame Annahmen
Die gesetzliche Rente wird mit dem persönlichen Einkommensteuersatz im Ruhestand besteuert (ab 2058: 100 % Besteuerungsanteil). Rentenanpassungen gleichen die Inflation teilweise aus, daher wird kein zusätzlicher Inflationsabschlag angewendet.
Der Sparerpauschbetrag wird zuerst auf die Vorabpauschale der neuen Sparrate angerechnet; ein ungenutzter Rest mindert die Vorabpauschale des Bestandsdepots.
Zur Volatilität: Einzelne Indizes wie DAX oder S&P 500 schwanken historisch mit etwa 15-25 % pro Jahr, Einzelaktien deutlich stärker. Die breite Streuung über fünf Regionen-ETFs senkt die Schwankung des Gesamtportfolios im Backtest 1990-2026 auf rund 15 % - daher der Default. Der Regler erlaubt 10-30 %; die Entnahmeformel ist über diesen gesamten Bereich gegen Monte-Carlo-Simulationen geprüft (Abweichung unter 0,5 Prozentpunkten).